
1. Damen (2009/10)
< Unitas will mit Tempo zur Revanche
09.03.2010 01:00 Alter: 181 days
Kategorie: 1. Damen (2009/10) Von: Rheinische Post - Justin Düber Unitas macht es spannendErst in der Schlussphase der Verbandsliga-Partie gegen die Reserve der HSG Düsseldorf bringen die Haaner Handballerinnen den nächsten Sieg unter Dach und Fach.<p> SG Unitas Haan/Hildener AT - HSG Düsseldorf II (Damen) 22:21 (11:6). </p> <p>Am Ende sprach Trainer Matthias Wacker von einem „glücklichen Sieg“. Der doppelte Punktgewinn gegen Abstiegskandidat HSG Düsseldorf war das Ergebnis einer Begegnung, die die Unitas über weite Strecken dominierte, in dem sie es aber verpasste, den Sieg früh perfekt zu machen. Eine Schwächephase gefährdete den Erfolg - erst in den letztenzwei Minuten zogen sich die Haanerinnen noch einmal knapp aus der selbst verschuldeten Misere.</p> <p>Die erste Halbzeit war geprägt von technischen Fehlern auf beiden Seiten. Fehlpässe, Fangfehler, Tritte in den Kreis - all das gab es in den ersten 30 Minuten zur Genüge zu bestaunen. Für die Unitas in einem ungewohnten Ausmaß. „Die erste Halbzeit war ein richtig schwaches Handballspiel. Wir hatten Glück, dass die Chancenverwertung der Düsseldorfer noch schlechter war als unsere“, kommentierte Wacker. Allein die Ausbeute im freien Wurf machte den Unterschied zwischen den zwei ansonsten fast gleichwertigen Teams aus. Die Unitas setzte sich so bis zur Pause auf 11:6 ab.</p> <p>„Vielleicht haben wir uns zu sicher gefühlt“, beschrieb Wacker die Stimmung in der Kabine und suchte gleichzeitig einen Grund für die folgende Aufholjagd der HSG. Denn in der zweiten Halbzeit schrumpfte der Haaner Vorsprung bereits in den ersten fünf Minuten deutlich (12:9). Dieser Zwischenstand weckte die Unitas noch einmal kurz auf. Die Haanerinnen setzten sich wieder auf 15:9 (40.) ab - dann aber folgte der Einbruch. Elf Minuten ohne eigenes Tor, dazu ließen es die Gäste gleich sieben Mal im Unitas-Kasten klingeln.</p> <p>Zehn Minuten vor Schluss stand es schließlich 19:16. In dieser rabenschwarzen Phase der Unitas tat sich auf Düsseldorfer Seite besonders der Rückraum hervor. Die Halben trafen immer wieder und trieben die Aufholjagd voran. „Unser Mittelblock stand sehr passiv. Bei der Wurfkraft der Halben fehlte hier oft der letzte entscheidende Schritt nach vorne, um den Wurf zu unterbinden“, erklärt Wacker. Die Düsseldorferinnen waren nicht mehr zu stoppen und nach einem Tempogegenstoß ging die HSG mit 20:21 (57.) das erste Mal in Führung. Zudem erhielt Denise Fechner eine Zeitstrafe - die letzten Minuten musste die Unitas in Unterzahl absolvieren.</p> <p>„In dieser Situation hat sich die Abwehr super zusammengerissen. Ein großes Kompliment an das Team“, lobte Wacker. Die Abwehr stand nun kompakt, Gitti Hölscher konnte parieren und bediente mit einem präzisen Pass &lt;/i&gt;Heike Limberg, die so eine Minute vor Schluss den Ausgleich zum 21:21 erzielte. Die HSG hatte die Chance zum Siegtreffer, doch die Szene wiederholte sich &lt;i&gt;nahezu: Ein abgewehrter Wurf vom Kreis, Simone Fürst sicherte den Abpraller, bediente sofort Steffi Stemmler, die beim Tempogegenstoß nur regelwidrig gestoppt werden kann und Limberg verwandelte den folgenden Siebenmeter - spannender kann Handball nicht sein.</p> <p>Wacker begab sich auf Ursachenforschung. „Die unterschiedlichen Phasen in der Leistung kann ich mir nicht ganz erklären. Zehn wirklich tiefschwarze Minuten und dann diese super Leistung am Ende“, wirkte der Coach ratlos. Ein Grund für die Schwankungen waren wohl die vielen Zeitstrafen, die den Trainer zum Experimentieren zwangen, ein wirklicher Spielfluss kam dadurch nur selten zustande.</p> <p>SG Unitas Haan/Hildener AT: Petsch, Hölscher - Limberg (6/2), Fechner (3), Fischer (2), Foltmer(2), Fürst (2), Klein (2), Stemmler (2/1), Gerhard (1), Zieris(1), Zeller (1), Koschmieder, Kowalewski.</p> |
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